Wappen der 'verbürgerlichten' Wizlawiden
 
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Keinen Krieg! Nirgends!
Nie wieder Faschismus!
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Titel

Kurzporträt des Autors und Anliegen seiner Website

“Ich nehm vom Schicksal alles hin,
Wofür ich nur geschaffen bin!”
Nun hört euch dies Geschwätz nur an, wie Toren sich belügen.
“Geschaffen” und “des Schicksals Macht”,
So klingt’s wenn einer unbedacht
Sich in die Lügen dieser Welt will dumm und träge fügen.
Das schlimmste Leid,
Der dümmste Streit
Kann gar nicht anders enden?
Da ruf ich: “Nein!
So darf’s nicht sein!
Ich will mein Schicksal wenden!”
Und wenn’s in keinen Büchern steht
Und keiner sagt, wie’s richtig geht,
Dann spreng ich diese Fesseln doch von Blindheit und von Lügen.

mein Lieblingsspruch von Wizlaw
Nachdichtung von Dr. Lothar Jahn

Mein Name ist Jens Ruge, ich bin 1961 geboren und wohne in Hamburg. Schon relativ früh habe ich mich für Rügen und seine Geschichte interessiert, zumal meine Vorfahren väterlicherseits aus der Region Rügen und Barth stammten. Mich faszinierten immer wieder die vielen beeindruckenden Hinterlassenschaften des Slawenstammes der Ranen, so die Burgwälle von Garz, Bergen, Arkona, die in den überlieferten Sagen wieder “lebendig” wurden, und die Ausgrabungen von Ralswiek. Irgendwann stieß ich dann auf den Minnesänger Wizlaw. Sein außergewöhnliches Schaffen und der sich dahinter verbergende Mensch zog mich dann so in den Bann, dass ich mich intensiver mit der Geschichte Rügens zur Slawenzeit befasst habe. Es hat sich somit eine starke geistige und emotionale Verbundenheit zu diesem kleinen Land, seinen Menschen und seiner Geschichte aufgebaut. Das alte ranische Fürstenhaus der Wizlawiden ist nun schon seit fast 700 Jahren erloschen, was nicht bedeutet, dass es keine “verbürgerlichten” Abkömmlinge geben könnte. Auf jeden Fall vertrete ich die Meinung, dass sich heutzutage jede/jeder “Wizlawidin” oder “Wizlawide” nennen kann, die/der diese Verbundenheit in sich trägt.

Seine wunderschönen Lieder und Sprüche, dazu die wenigen Überlieferungen (wobei es meist die feinen Zwischentöne sind, die aufhorchen lassen: weniger ausgeprägte soziale Unterschiede als in anderen Feudalstaaten, kein Hinweis über Unterdrückung, Hass und Gewalt zwischen den Nationalitäten, ja selbst die relativ bescheidenen Lebensverhältnisse am rüganischen Hof) haben bei mir die Überzeugung wachsen lassen, dass bei all seiner Widersprüchlichkeit der Mensch Wizlaw III. ein für seine Zeit und seinen gesellschaftlichen Stand fortschrittlicher war. Ich würde ihn mit unseren heutigen Begriffen als einen “frühen Linken” bezeichnen. Und damit bin ich gleich bei einem politischen Anliegen von mir: Ich möchte dazu beitragen, dass die unter heutigen Linken teilweise noch verbreiteten Vorurteile gegenüber Menschen wie Wizlaw abgebaut werden. Denn es ist immer der Mensch selbst, der es in der Hand hat, sich so oder auch so zu entwickeln. Die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe muss nicht zwingend zu einem bestimmten Handeln führen. Es sind sogar oft die “Abweichler” die neue und gute Gedanken entwickeln.

Ein weiteres Anliegen ist mir, durch die Beschreibung des Fürstentums Rügen, eines historischen Beispiels für ein mögliches multikulturelles Zusammenleben, einen Gegenentwurf zu nationalistischen und rassistischen Herangehensweisen an Geschichte und Gegenwart zu entwickeln. Ich möchte mit meiner Website dazu beitragen, dass mehr Interesse und Verständnis für unsere slawischen Vorfahren bei den Menschen, den Tourismusverbänden, Museen und Medien besonders Mecklenburg-Vorpommerns geweckt und der “Mittelalterszene” neue Anregungen für Geschichtsdarstellungen gegeben werden.

'Jaromar neben Jaromar' - der Autor am Bildstein Jaromars I. von Rügen an der Marienkirche zu Bergen

Der Autor in mittelalterlicher Kleidung neben einem slawischen Bildstein, vermutlich dem des Rügenfürsten Jaromar I. (1163-1218) an der Marienkirche zu Bergen auf Rügen. Bei möglichen Veranstaltungen zu Wizlaw III. würde ich den Namen “Jaromar aus Rügen” oder auf Ranisch “Jaromar Rujanek” tragen und die folgende Vita haben:
Jaromar ist das Kind aus einer Beziehung des Prinzen und späteren Fürsten Wizlaw III. von Rügen (1265-1325) mit der Baderin Suzanna aus der Stadt Barth, bevor dieser seine spätere Gemahlin Margareta heiratet. Somit ist Jaromar, trotz seiner edlen Herkunft väterlicherseits, bürgerlichen Standes. Das ist für ihn jedoch kein Problem, da er eine Erziehung genoss, die ihn zur Achtung eines jeden Menschen, gleich welchem Standes, gleich welchem Volkes, und zu sozialem Verhalten befähigt. Wizlaw hat zu diesem Zeitpunkt bereits als Minnesänger Berühmtheit erlangt.

... noch ein schöner Spruch von Walther von der Vogelweide:

Wer schlägt den Löwen, schlägt den Riesen?
Wer zwingt wohl jenen und auch diesen?
Das kann nur einer, der sich selbst bezwingt
und alle seine Glieder dahin bringt,
dass wilde Leidenschaften ihn nicht treiben.
Der Anstand, der nur Fremde blendet,
des’ Leuchten sich gar bald schon wendet:
der Glanz verstrahlt und wird nicht bleiben.

Das Wappen in der linken oberen Ecke

Der wachsende Löwe über dem Stufengiebel symbolisiert die Insel Rügen/Rujana und der Greif das Land Barth/Barta, die beiden Teile des Fürstentums Rügen. Beide hier vereinigten Bilder wurden seit Wizlaw II. (1240-1302) als gleichberechtigte Wappen der Rügenfürsten geführt und sind z.B. auf einigen Siegeln zu sehen. Durch den so genannten Bastardfaden quer über dem Wappen werden deren Träger als nichtadlige “Wizlawiden” ausgewiesen.
Das Löwenwappen ist das ältere von beiden. Es ist jedoch heraldisch nicht ganz korrekt, denn im unteren Teil treffen zwei Farben (blau und rot) aufeinander und nicht eine Farbe und ein Metall (z.B. schwarz und gold). Es spiegelt dafür aber die Vorliebe der Slawen für bunte Farben wider. Die Heraldikregeln stammen aus Frankreich und hatten sich damals noch nicht überall durchgesetzt.

Meine weiteren Interessen:
Auf den hier angeführten Seiten möchte ich euch meine weiteren Interessen und Hobbies vorstellen. Diese Seiten sollen nur ein kurzer Einblick sein und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Im Gegenteil, sie sind extra knapp gehalten worden, damit sie nicht das eigentliche Anliegen dieser Website “überlagern”. Vielleicht sind sie auch Anregung für euch, sich mit den dort behandelten Themen selbst näher zu befassen.
Die Astronomie zwischen Ranen und Rana
Die Eisenbahn auf dem Gebiet des ehemaligen Fürstentums Rügen
Gesellige Spiele im Mittelalter und heute - Das Comic MOSAIK - Die Olsenbandenfilme

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