Wappen der 'verbürgerlichten' Wizlawiden

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Luba

Im Jahre 1066 erhoben sich an der Travemündung die Wenden gegen ihre Unterdrücker, beseitigten ihren allzu willfährigen König Gottschalk und erwählten Kruto, den Fürsten von Rügen, zu ihrem Oberhaupt. Dieser ließ auf dem Werder zwischen Trave und Wakenitz alsbald eine Burg mit festen Mauern und Türmen errichten und nannte sie, weil ringsum prächtige alte Buchen standen, Buku oder auch Bukowitz.
Einmal war Kruto fern von seiner Burg auf See. Diese Gelegenheit wollte Buthue, der Sohn des einstigen Königs Gottschalk, benutzen, um seinen Vater zu rächen. Mit Hilfe der Sachsen rüstete er ein paar Dutzend Kriegsknechte aus, zog vor die Burg und schnitt jegliche Zufuhr ab. Die völlig überraschten Bewohner hatten keinerlei Lebensmittelvorräte. Fast wäre die Burg in die Hand des Feindes gefallen, hätte sie nicht ein Fischer mit kluger List davor bewahrt.
Er trug alles, was er in der Burg noch an Brot, Fleisch und anderer Nahrung auffinden konnte, zusammen. Es war wenig genug, gemessen an der Zahl der Leute, doch belud er seinen kleinen Kahn damit so, daß alles gleich zu sehen war, und fuhr direkt auf die Schiffe der Feinde los, die dort die Trave sperrten.
Er wurde angehalten, und die Feinde wiesen erstaunt auf den Proviant und fragten, was er damit wolle. Er gab Bescheid, sie hätten davon in der Burg noch reichlich und er wolle ihn in den Dörfern der Umgebung verkaufen.
Das hatten die Feinde nicht erwartet, ihre Gesichter wurden lang. Einnehmen ließ sich die neue, festgebaute Burg auf keinen Fall, hatte die Belagerung denn überhaupt noch Sinn? Am besten, man zog davon, ehe Kruto heimkehrte und es womöglich zu offenem Kampf kam.
In der Burg konnte man die gute Nachricht bei der Rückkehr des Fischers kaum fassen, aber es war schon so, die Belagerung war aufgehoben und die Burg damit gerettet. Für seine Tapferkeit erhielt der Fischer einen Wunsch frei. Er bat für sich und die anderen Fischer der Ansiedlung um das Recht, sie allein sollten künftig lebende Fische öffentlich feilbieten dürfen.
Das wurde ihm gern gewährt. Dazu nannte man nach ihm, der den Namen Luba trug, die Burg und dann auch die neue Stadt. Daher heißt sie Lübeck bis auf den heutigen Tag.

Diese Sage ist aus dem Buch: Albert Burkhardt, “Vineta - Sagen und Märchen vom Ostseestrand”, Hinstorff Verlag Rostock 1990, S. 257 - 258
Für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung dieser Sage möchte ich mich bei Frau Maas, der Leiterin des Buchverlags Hinstorff Verlag GmbH (
www.hinstorff.de), bedanken.
 

Arkona

Am Nordkap der Insel Rügen ragt stark und kühn, der aufschäumenden See trotzend, ein Kreidefelsen empor. Das ist Arkona, der Sitz der alten Götter. Hier sind die Elemente in ihrer stärksten Kraft zu spüren, und vielleicht wählten deshalb die Slawen diesen Ort zu ihrem heiligsten. Noch heute sieht man die Überreste der einst so weitbekannten Tempelburg, der Jaromarsburg. Prunkvolle Feste begingen die Slawen hier zu Ehren ihres höchsten Gottes Swantevit. Der Tempel war reich mit Schnitzereien verziert und in seiner Mitte erhob sich, von kostbaren Vorhängen umgeben, das acht Meter hohe Standbild des viergesichtigen Gottes. In seinem Arm trug er das Füllhorn mit frischem Met, denn es hieß, wenn am Ende der Welt die Sonne stürbe, versorge er die Seelen mit himmlischer Nahrung. Das große Fest des Swantevit in Arkona war das Erntefest, und die Leute strömten von nah und fern herbei. Sie brachten dem Gott Speise- und Viehopfer dar. Ein Honigkuchen, so groß und breit wie ein Mensch, wurde gebacken und in die heilige Halle getragen. Hinter ihm stand der Hohepriester, und konnte sein Volk ihn noch erblicken, so war der Kuchen zu klein, und es wurde dem Swantevit versprochen, beim nächsten Erntefest einen größeren zu backen.
Der Hohepriester weissagte auch aus dem mit Met gefüllten Füllhorn. War der Stand des Weines noch auf gleicher Höhe, wie im Jahr zuvor, so stand den Inselbewohnern ein gesegnetes Jahr bevor. Der alte Met wurde als Opfer ausgegossen, und das Horn mit frischem Wein aufgefüllt. Der Hohepriester eröffnete darauf im Namen des Swantevit das Erntefest, und es begann ein Speise- und Trinkgelage, und das Volk feierte ausgelassen bis zum nächsten Morgen.
Vorbei war es mit dem alten Kult, als im Jahre 1168 die Dänen Rügen eroberten und das Christentum einführten. Die Statue des Swantevit wurde unter Wehklagen des Volkes zerschlagen und verbrannt. Und auch die Tempelburg wurde in Brand gesteckt. All das, was die Rüganer verehrten, fiel nun den lodernden Flammen zum Opfer. Bald nach der Übernahme wurden die noch erschütterten Menschen vom christlichen Priester getauft und an den Gottesdienst gewöhnt.

Diese Sage ist aus dem Buch: Liebert, Krystin, “Rügen, Neue Sagen und Geschichten”, Demmler Verlag 2002, ISBN 3-910150-58-6, 6.80 EURO
Mit freundlicher Genehmigung des Verlages. © Demmler Verlag GmbH, Bahnhofstraße 36, 19057 Schwerin, Tel./Fax: (0385) 4844979,
www.demmlerverlag.de, E-mail: kontakt@demmlerverlag.de
Die Sage steht im genannten Buch auf S. 11 - 12.
 

Wie die Stralsunder zu ihrem Rathaus kamen

Im Jahre 1316 rief Wizlaw, der Fürst von Rügen, eine große Zahl von Bundesgenossen an die Küsten seines Landes. Die Stadt Stralsund galt es zu besetzen, deren oberster Gebieter er noch immer war. Mochten die Bürger auch auf verbriefte Privilegien pochen, in jahrelangem Streit hatte er erfahren müssen, worum es ihnen dabei ging: Durch lebhaften Handel zu Geld gekommen, waren sie seiner Weisungen offensichtlich überdrüssig geworden, und in der Stadt sollte kein anderer Wille mehr gelten als der ihre. Nun, er wollte ihnen den Bürgerstolz schon austreiben, und zwar gründlich. Er allein war Herr beiderseits des Sundes!
So kam es zur Belagerung der Stadt. Der König von Dänemark, die Herzöge von Schleswig, Braunschweig, Mecklenburg und Niedersachsen sowie die Grafen von Ruppin, Holstein und Schwerin hatten dem rügenschen Fürsten bereitwillig ihre Hilfe zugesagt und waren mit ihren Heeren im Anmarsch auf die Stadt, die deshalb täglich damit rechnen mußte, von einer erdrückenden Übermacht angegriffen und überrannt zu werden.
Doch noch war es nicht soweit. Erst einer von Wizlaws Verbündeten war mit seiner Truppe vor der Stadt eingetroffen, Herzog Erich von Niedersachsen. Die Stralsunder hatten kaum erfahren, daß er im Hainholz sein Lager aufgeschlagen hatte, als sie sich auch schon entschlossen, selber den ersten Schlag zu führen, denn je mehr Feinde sich vor den Toren versammelten, desto größer war für sie die Gefahr.
Ganz als lebten sie in tiefstem Frieden, schickten sie bei helllichtem Tage zwei Fuhren mit Wein durchs Kniepertor hinaus. Mit Hallo fielen die Belagerer darüber her und spülten den Staub des langen Marsches gründlich hinunter. Am Abend lag das ganze Lager in festem Schlaf.
Noch in der Nacht rückte eine Schar beherzter Bürger aus, an der Spitze die Hutmacher mit Pferden, deren Hufe sie sorgsam mit Filz umwickelt hatten. Ohne das leiseste Geräusch erreichten sie im Morgengrauen des 21. Juni das Lager, und die Überrumpelung gelang. Ehe die Feinde aus ihrem Rausch erwachten, war ein großer Teil von ihnen in Fesseln gelegt und wurde in die Stadt gebracht, darunter auch der Anführer.
Herzog Erich, ein feister Herr, lief puterrot an vor Wut. Daß ihm diese Schmach widerfahren mußte! Ungeduldig zerrte er an seiner schweren goldenen Kette, von der er sich nie trennte und die so lang war, daß er sie dreimal um seinen Leib schlingen konnte. Nun hatten sie ihn mit dieser seiner Kette gebunden, oh, diese Schande! Auch durchs Kniepertor führten sie ihn gekettet, und auf dem Weg durch die Stadt sparten die wackeren Stralsunder nicht mit bitterem Hohn und Spott.
Der glänzende Sieg hatte den Kampfesmut der Bürger gestärkt, und als die Belagerung zu Wasser und zu Lande mit voller Kraft einsetzte und der Ring um die Stadt fester geschlossen wurde, hielten sie tapfer stand, mehr noch, mit tollkühnen Ausfällen zeigten sie, daß sie nicht daran dachten, klein beizugeben. Wohlgeschützt lag die Stadt hinter Teichen, Mauern und Türmen, so daß die Gegner mit ihrem zahlenmäßig weit überlegenen Heere nichts auszurichten vermochten und schließlich die Belagerung abbrachen.
Aber noch drei Jahre lang blieb Herzog Erich von Niedersachsen als Gefangener in Stralsund. Endlich wurde die Summe von sechzehntausend Mark feinen Silbers überbracht, die von den Bürgern als Lösegeld gefordert war. Dann ließen sie ihn frei und errichteten von dem Geld das Rathaus am Alten Markt mit dem berühmten Prunkgiebel an der Nordseite.
Da diese Schauwand eine Scheinfassade darstellt, durch deren Fenster und Rosetten man den Himmel sieht und die mit ihren Pfeilern, Giebeln und zierlichen Türmchen frei in die Höhe strebt, kommt sie der Front des Lübecker Rathauses an Schönheit und Ausgewogenheit der Formen gleich und übertrifft sie wohl noch. Bald sagten denn die Lübecker bedeutsam:
„Dat Strolsunner Rothus is as sine Kinner:
hoch hinaus un nix dorhinner!“
Nun konnte man von den erbitterten Rivalen Stralsunds in dem langen, zähen Ringen um die Vormachtstellung an der Ostseeküste schwerlich eine andere Meinung über das herrliche Bauwerk erwarten, vielleicht aber sollten selbst so abschätzige Worte nur eine heimliche Anerkennung verbergen.

Diese Sage ist aus dem Buch: Albert Burkhardt, “Vineta - Sagen und Märchen vom Ostseestrand”, Hinstorff Verlag Rostock 1990, S. 92 - 94
Für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung dieser Sage möchte ich mich bei Frau Maas, der Leiterin des Buchverlags Hinstorff Verlag GmbH (
www.hinstorff.de), bedanken.
 

Der Kornwucherer Pantlitz

Das Jahr 1318 brachte eine Mißernte und damit große Hungersnot, daß viele Menschen starben. Aus dieser Zeit mag die Sage vom Kornhändler Pantlitz in Damgarten stammen, der als schlimmer Blutsauger die allgemeine Not zu eigenem Vorteil nutze. In einem Jahr der Not und des Jammers scheffelte er das Geld, indem er aus seinen Vorräten nur zu hohen Wucherpreisen etwas abgab. Im nächsten Jahr ließ er dann, in Hoffnung auf weitere teure Zeiten, für billiges Geld eine noch viel größere Menge Getreide aufschütten.
Doch wie es so geht – nun kam gerade eine ganze Reihe guter Jahre, und die Kornpreise fielen von einem zum anderen. Aber der Segen fürs Volk gereichte Pantlitz nur zum Ärger, denn für ihn gab es ja nichts mehr zu verdienen. Ihm blieb nur noch übrig, sein bißchen eigenes Korn einzufahren. Während er vergrämt oben auf dem Fuder saß, war sein Knecht, der den Wagen fuhr, guter Dinge und sang mit lauter Stimme. Pantlitz fragte ihn, warum er so fröhlich sei. Der Knecht erwiderte, er freue sich, daß nun eine bessere Zeit gekommen sei und auch die armen Leute etwas zu essen hätten. Er fuhr munter zu und sang sein Lied weiter.
Wieder ein gutes Jahr! Wieder nichts zu verdienen für ihn mit seinem großen Boden voll Korn! Das verdroß Pantlitz in seiner Habgier über alle Maßen. In seinem gallebitteren Ärger griff er nach dem Seil, mit dem der Weseboom, ein starker Balken, oben über das Fuder gebunden war, schnürte es sich um den Hals und sprang vom Wagen, so daß er sich jämmerlich erwürgte.
Der Knecht wußte nichts davon, er fuhr und sang lustig weiter, bis er in die Stadt Damgarten kam. Da war es denn ein schrecklicher Anblick für die Leute, und entsetzt fragten sie ihn, ob er nicht wisse, was er geladen habe.
Erst jetzt sah er, daß er die Leiche seines Herrn nachschleppte, der sich erhängt hatte.
Dazu bemerkt ein pommerscher Chronist des 16. Jahrhunderts: „Also sollte es billig allen Wucherern gehen, die an der Not ihrer Nebenmenschen Freude haben, damit sie nur reich werden.“

Diese Sage ist aus dem Buch: Albert Burkhardt, “Vineta - Sagen und Märchen vom Ostseestrand”, Hinstorff Verlag Rostock 1990, S. 174 - 175
Für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung dieser Sage möchte ich mich bei Frau Maas, der Leiterin des Buchverlags Hinstorff Verlag GmbH (
www.hinstorff.de), bedanken.
 

Die Barther und der Ritter Alkun

Vor langen, langen Jahren waren die Bewohner der Stadt in rechter Not; ihr Senkbrunnen gab nur spärlich Wasser, und in Zeiten der Trockenheit war das Wasser so knapp, daß bei den Brunnen oft die härtesten Fehden um einen Topf voll Wasser entstanden. Und doch war in der Nähe der Stadt - am Fuße der Burg des Ritters Alkun - eine schier unerschöpfliche Quelle des reinsten Wassers vorhanden. Die Bürger der Stadt hatten den trutzigen Ritter schon wiederholt gebeten, er möge ihnen doch gestatten, daß sie sich von dem so hochgeschätzten Brunnen eine Leitung in die Stadt legten; aber der eigensinnige Rittersmann hatte solche Bitten immer höhnend abgewiesen.
Da nahmen die Bürger ihre Zuflucht zur List: Sie taten so, als ob sie die Weigerung des Ritters durchaus nicht übel vermerkt hätten und ehrten ihn, so sehr sie nur konnten. Einmal stellten sie seinetwegen sogar ein glänzendes Turnier an, zu dem sie nicht nur den Ritter Alkun, sondern auch die übrigen Ritter und Burgherren aus der Umgebung, wie den Herrn von Vogelsang, den Ritter von der Alten Burg und noch manche andere streitbare Helden einluden.
An den Festtagen floß das damals schon berühmte Barther Bier in Strömen, und ganz besonders war dies der Fall an dem letzten Festtage. Immer von neuem wurde dem trunkfesten Ritter Alkun der Humpen gefüllt, und alle Ratsherren der Stadt tranken ihm der Reihe nach zu, um ihn trunken zu machen. Aber der Ritter tat allen Bescheid und trank die Ratsherren alle bis auf einen unter den Tisch.
Dieser aber wußte dem Ritter so zuzusetzen, daß er das bereitgehaltene Schriftstück, durch welches er den Barthern die Burgquelle freigab, unterzeichnete.
Als die Bürger sogleich am nächsten Tage anfingen, eine Rohrleitung von der Quelle zur Stadt zu legen, wollte es der Ritter nicht dulden, doch als sie ihm das Schriftstück vorgelegt hatten, sprach er: “Ein Mann - ein Wort!” und hatte nun nichts mehr gegen die Arbeit der Bürger auszusetzen.
Das Wasser, welches die Barther auf diese Weise erhielten, war ganz ausgezeichnet, und das aus diesem Wasser gebraute Bier war so vortrefflich, daß es weit über die Grenzen Pommerns bekannt wurde.

Diese Sage ist aus der Broschüre: Barther Heimatheft Nr. 1 “Volkssagen der Stadt Barth und ihrer Umgebung”, Eigenverlag der Stadt Barth 1991, S. 7
Für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung dieser Sage möchte ich mich bei Herrn Dr. Kerth, dem Bürgermeister der Stadt Barth (
www.stadt-barth.de), sowie Frau Haß und Frau Mählmann bedanken.
 

Der Bau der Starkower Kirche

Zur Zeit, als das Christentum ins Land kam, bestand die Umgebung von Starkow, Redebas und Löbnitz lediglich aus Gehölz, Heide und Morast, wo nur hin und wieder ein Mann in seinem Häuschen wohnte. Als nun ein Pastor dorthin kam, beschloß dieser, damit möglichst schnell eine Kirche erbaut würde, die Hülfe des Teufels in Anspruch zu nehmen. Denn der Teufel, der alte Schalk und Seelenfänger, fand sich öfter bei ihm ein, wenn er in seiner Kammer stille Betstunde hielt. Dann setzte er sich als schwarze Fliege auf die Bibel und “wipperte” dort herum; und der Pastor wußte recht gut, wen er vor sich hatte, denn wenn die Fliege wegflog, blieb der Gestank zurück. Der kluge Pastor schloß nun mit dem Teufel einen Pakt, daß dieser in drei Tagen eine Kirche erbaute, und so listig war der Vertrag abgeschlossen, daß der Teufel nicht einmal eine Gegenleistung dafür erhielt. Trotzdem mühte er sich unter Schweiß und Anstrengung ab, daß die Kirche in 3 Tagen fix und fertig dastand. Aber bei der Einweihung durfte er nicht zugegen sein. Die Starkower Kirche ist eine der ältesten im ganzen Pommerland.

Diese Sage ist aus der Broschüre: Barther Heimatheft Nr. 1 “Volkssagen der Stadt Barth und ihrer Umgebung”, Eigenverlag der Stadt Barth 1991, S. 39 - 40
Für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung dieser Sage möchte ich mich bei Herrn Dr. Kerth, dem Bürgermeister der Stadt Barth (
www.stadt-barth.de), sowie Frau Haß und Frau Mählmann bedanken.
 

Iwan der Starke

In Starkow hat früher ein Riese gewohnt, mit Namen Iwan der Starke, dessen Grabhügel ist unlängst noch auf dem Starkower Kirchhof gezeigt worden. Das Grab des Riesen ist aber um mehrere Fuß größer gewesen als sonst ein Menschengrab zu sein pflegt. Iwan hat einen Bund mit dem Teufel gemacht, daß dieser ihm in allen seinen Willen erfüllte; dafür hat er ihm seine Seele verschrieben.
Eines Tages reitet Iwan im Höfder Holze und gerät mit seinem Pferd in den Sumpf; da zieht er flugs sein Buch heraus und ruft den Teufel, und als der erscheint, heißt er ihn sogleich einen Damm bauen, und dieser Damm ist noch bis auf den heutigen Tag erhalten und heißt der Düwelsdamm.

Anmerkung von mir: Der Begründer des rügenslawischen Adelsgeschlechts Starkow war ein Magister Iwan.
Diese Sage ist aus der Broschüre: Barther Heimatheft Nr. 1 “Volkssagen der Stadt Barth und ihrer Umgebung”, Eigenverlag der Stadt Barth 1991, S. 40 - 41
Für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung dieser Sage möchte ich mich bei Herrn Dr. Kerth, dem Bürgermeister der Stadt Barth (
www.stadt-barth.de), sowie Frau Haß und Frau Mählmann bedanken.
 

Originalzitate aus den genannten Ausgaben, deshalb alte Rechtschreibung

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